Nach Abstieg aus der Bundesliga: Inter Kleßheims Trainer hört auf, Verein am Scheideweg

12.02.2025

Inter Kleßheim

Der Futsal Bundesligist konnte zum Abschluss dieser Saison wegen Spielermangels nicht antreten. Eine finale Vorstandssitzung soll in der nächsten Woche Klarheit über die Zukunft des Clubs bringen.

Der Saisonabschluss passt ins Bild: Inter Kleßheim hat am Ende einer verkorksten Spielzeit in der 1. Futsal Bundesliga kein Team gebildet und das für den Ausgang der Meisterschaft nicht mehr entscheidende Duell in Wien beim Pharaohs FSC am Sonntag wegen Spielermangels abgesagt. Bereits nach der vorletzten Runde (und vor der abschließenden Strafverifizierung) stand fest, dass die Salzburger als Vorletzter der Abstiegsrunde aus der höchsten Spielklasse ausscheiden müssen.

Inter Kleßheims Trainer tritt zurück

Ebenfalls fix: Trainer David Sandic legt sein Amt nieder. "Das hat berufliche Gründe. Ich pausiere mal ein Jahr als Trainer. In der 2. Liga ist auch kein lizenzierter Trainer nötig", sagt der langjährige Salzburger Liga Kicker, der im Unterhaus aktuell für den Landesligisten Elixhausen spielt. Inter Kleßheim will der 26-Jährige im Hintergrund erhalten bleiben. Wie die Zukunft des Clubs nach je zwei Jahren in der 1. und 2. Bundesliga aussieht, soll bei einer krankheitsbedingt zuletzt verschobenen Vorstandssitzung nun in dieser Woche geklärt werden.

Quo vadis, Inter Kleßheim?

Die Frustration im Club ist groß. Das liegt an fehlenden Freigaben für ihre Spieler durch Unterhausvereine und an der mangelnden Verlässlichkeit vieler Kicker. Die Kaderzusammenstellung war gerade bei Auswärtsspielen schwierig. Sandic glaubt, dass es ein fünftes Jahr in der Futsal Bundesliga geben werde. Fix ist das aber nicht. "Wir wollen jedenfalls die Kaderstruktur ändern. Es wird nicht mehr darum gehen, die besten Unterhausspieler im Team zu haben, sondern die verlässlichen Kicker, die auch regelmäßig trainieren können. Dann wäre auch mehr Kontinuität möglich", sagt der scheidende Trainer. Er wünscht sich für das Team auch einen Coach, der anders als er nicht direkt aus dem Freundes- und Spielerkreis kommt. Das wäre eine weitere strukturelle Weiterentwicklung. "Rund um das Spielfeld haben wir uns heuer in vielen Bereichen verbessert. Es ist schade, dass wir genau jetzt absteigen."

Quelle: Salzburger Nachrichten