Trotz finanzieller Probleme: HSV Wals spielt mit Neuzugängen um den Aufstieg

2. Landesliga Nord
Die Walser zählen zu den besten Teams der 2. Landesliga Nord. Dass mehrere Sponsoren nicht mehr zahlen können, gibt zu denken.
Der HSV Wals überwintert nach einer guten Hinrunde auf dem fünften Platz der 2. Landesliga Nord, in Schlagdistanz zur Tabellenspitze und zu einem möglichen Relegationsplatz. Fünf Punkte fehlen auf Spitzenreiter Koppl, der zum Frühjahrsauftakt Ende März in Wals gastiert. Nur ein Zähler trennt vom zweiten Rang. "Wir wollen jedes Spiel gewinnen und so lange wie möglich oben mitspielen. Ich bin guter Dinge, wenn wir so weitermachen, wie wir aufgehört haben", sagt Sportchef Thomas Pichler, der sich an die gute Walser Phase vor der Winterpause erinnert. In den drei abschließenden Spielen blieb man ohne Gegentreffer.
HSV Wals hofft auf fitten Elvis Ozegovic
Seit vergangenem Donnerstag bereitet sich der Tabellenfünfte auf die Frühjahrsmeisterschaft vor, auch mit einem Teambuilding Event samt Eisstockschießen am Wochenende. Noch kämpft der HSV mit einigen angeschlagenen Spielern. Topspieler Elvis Ozegovic, der im Herbst trotz Verletzung 14 Tore erzielte, hofft seine Fußverletzung mit einer Spezialtherapie in den Griff zu bekommen. Pichler sagt: "Es wäre großartig, wenn wir in der Rückrunde aus dem Vollen schöpfen können. Dann können wir zeigen, was wir können."
Drei Neue, darunter eine "Riesen-Verstärkung"
Mithelfen sollen Neuzugänge. Bereits seit einigen Wochen fix ist die Verpflichtung des Siezenheim Kickers Maximilian Stockreiter. "Ein super Bursche und eine Riesen Verstärkung", sagt der HSV, Sportchef. Mit Patrick Volgger, der unter anderem in der Akademie der WSG Tirol ausgebildet wurde, nun aber jahrelang pausierte, steht zudem ein neuer Tormann zur Verfügung. Er ist für Pichler "zumindest ein guter Back up Tormann". Ebenfalls nach einer Verletzung will Edin Mulalic wieder angreifen. Der routinierte Innenverteidiger, Jahrgang 1990, kickte zuletzt bei Croatia Salzburg in der 2. Klasse. "Er macht einen guten Eindruck. Wenn er in alter Form ist, kann er uns helfen", sagt Pichler. Er plant keine weiteren Transfers.
"Wir kämpfen finanziell"
Die Mittel beim HSV seien begrenzt. Und die Situation sei zuletzt schwieriger geworden. "Wir kämpfen finanziell. Mehrere Sponsoren sind ausgefallen. Neue sind schwer zu finden. Das trifft uns natürlich. Da geht es uns wie allen anderen Unterhausvereinen", sagt Pichler, der sein Team deshalb aber nicht bremsen will. Er mache sich aber Gedanken über die Zukunft des HSV und anderer Unterhausvereine. "Vereine leben von Sponsoren. Diese tun sich aber immer schwerer. Und die Einstellung der jungen Spieler hat sich verändert. Die Wertigkeit des Fußballs ist nicht mehr so groß. Wir müssen uns etwas überlegen."
Quelle: Salzburger Nachrichten