Austria Salzburg stößt an die Grenzen

06.03.2026

2. Liga

Der Neo Zweitligist hinkt der Konkurrenz in der 2. Liga in vielen Dingen hinterher. Läuft alles nach Plan, dann soll die Lücke bald geschlossen werden.

Nach der bitteren 0:1 Niederlage am vergangenen Wochenende gegen den FAC konnte Austria Salzburg am Dienstag erstmals anschreiben. Die Violetten erreichten am Dienstag im Nachtragsspiel gegen Rapid Wien II ein 1:1 und vergrößerten den Abstand zum ersten Abstiegsplatz damit auf neun Punkte. "Die Leistung war gut. Mit etwas Glück hätten wir auch gewinnen können", erklärt Austria Sportboss Roland Kirchler, für dessen Verein das Auswärtsspiel unter der Woche kein leichtes Unterfangen war. Da noch nicht alle violetten Kicker Profis sind, mussten einige vor der Abfahrt nach Wien noch arbeiten. "Denis Kahrimanović ist zum Beispiel am Matchtag um vier Uhr in der Nacht aufgestanden und hat gearbeitet. Gegen Mittag ist er zum Treffpunkt gefahren und konnte im Bus noch ein bisschen schlafen. So geht es einigen von unseren Jungs. Ich ziehe den Hut vor ihnen, sie meistern es bisher sehr gut", sagt Kirchler.

Kirchler wünscht sich Profibetrieb

Während die Konkurrenz in der 2. Liga im Vollprofibetrieb arbeitet und dadurch sechs Trainings in der Woche abspulen kann, kommt die Austria nur auf vier Einheiten. "Wir können immer erst ab 17 Uhr trainieren und am Vormittag maximal mit einer kleinen Gruppe. Da ist es dann gegen Vereine, die unter Profibedingungen arbeiten, nicht leicht", gesteht Kirchler, der hofft, dass sich sein Verein im Sommer an die Liga anpasst. "Wir werden Lösungen finden müssen. Das kostet natürlich Geld, der Vorstand arbeitet daran und will sich auch professioneller aufstellen." Ein Wunsch sind auch Übernachtungen bei den weiten Anreisen. "Im Herbst sind wir nach Lustenau und Klagenfurt einen Tag früher angereist und haben vier Punkte geholt. Die Vorbereitung auf die Partien ist natürlich viel besser, wenn man nicht erst am Matchtag anreist", erklärt Kirchler.

Schwere Aufgaben für die Austria

Während hinter den Kulissen die Planungen für die Zukunft schon angelaufen sind, stehen für die sportlich Verantwortlichen hohe Hürden auf dem Programm. Bis zur Länderspielpause Ende März warten auf die Violetten noch Tabellenführer Amstetten (Freitag, 18 Uhr), der Stadtrivale FC Liefering und Aufstiegskandidat St. Pölten. "Keine leichten Aufgaben, aber wir haben schon im Herbst bewiesen, dass wir gegen jeden Gegner in der Liga bestehen können. Ich bin überzeugt von unserer Mannschaft und blicke den kommenden Wochen entspannt entgegen", sagt der ehemalige ÖFB Teamkicker Kirchler, der seit vergangenem Sommer die sportlichen Geschicke beim Zweitliga-Aufsteiger leitet.

Quelle: Salzburger Nachrichten