Budgetkürzung in der Salzburger Liga: "Wir machen bei dem Wanderzirkus nicht mehr mit"

Salzburger Liga
Anif muss in der Salzburger Liga den Gürtel im Sommer enger schnallen.
Es war wohl die ruhigste Transferzeit seit vielen Jahren in Anif. Als am Donnerstag die Wechselfrist im Salzburger Unterhaus endete, vermeldeten die in der Salzburger Liga an der zehnten Stelle liegenden Flachgauer nur vier Spielerbewegungen. Geholt wurde mit Stephan Dorfmayr (Austria Salzburg) ein Kicker, Malte Schorb (Freilassing), Tim Saller (Neumarkt) und Ömer Erdogan (ASV Salzburg) wurden abgegeben. "Wir machen bei dem Wanderzirkus nicht mehr mit. Wir haben ein funktionierendes Team und setzen verstärkt auf unsere eigenen Talente", betont Anif Obmann Norbert Schnöll. Unter Trainer Thomas Eder, der den Salzburg Ligisten seit Sommer mit seiner guten und unaufgeregten Arbeit stabilisieren konnte, wurden zuletzt vermehrt Eigengewächse in die Kampfmannschaft integriert.
Anif setzt in der Salzburger Liga vermehrt auf Youngsters
"Unser Nachwuchs hat sich in den vergangenen Jahren dank des Projekts 25 sehr gut entwickelt", sagt Schnöll, der mit der Verjüngung der Mannschaft auch das Budget kürzen will. "Es bleibt uns nichts anderes übrig. Die Sponsoren zahlen entweder weniger Geld oder ziehen sich komplett aus dem Fußball zurück. Das ist bei der aktuellen Wirtschaftslage auch verständlich. Zudem nehmen aber die Kosten der Vereine zu."
Trotz Budgetkürzung will Anif auch in Zukunft ein fixer Bestandteil der Salzburger Liga bleiben. "Unsere Youngsters haben großes Potenzial. Ich traue genügend Talenten zu, in der vierten Liga zu spielen", sagt Schnöll, der den Nachwuchs Stück für Stück mehr in den Fokus des Clubs rücken will.
Quelle: Salzburger Nachrichten