Nach mühsamem Start: Neuer Westliga Trainer kommt gut an

Regionalliga West
Bernhard Kletzl und St. Johann, das war anfangs kompliziert. Doch der neue Trainer hat die Skeptiker schnell eines Besseren belehrt. Er erhält viel Lob, schwärmt über seine neue Mannschaft, warnt aber auch.
Seit mehr als fünf Wochen folgen St. Johanns Westligakicker Bernhard Kletzls Kommandos. Nach einem mühsamen Start, der Flachgauer und sein bayerischer Co Trainer Emre Ispiroglu saßen etwa nach dem ersten Training an der neuen Wirkungsstätte staubedingt drei Stunden im Auto, um nach Hause zu kommen, scheint der Neo Chefcoach im Pongau inzwischen angekommen zu sein. Auch dass Kletzls Engagement anfangs teils skeptisch beäugt wurde und rund um den Jahreswechsel fast noch geplatzt wäre, ist Schnee von gestern. "Es läuft gut. Ich fühle mich total wohl", sagt der 41 jährige A Lizenz Trainer. Sektionsleiter Josef Klingler zeigt sich ebenfalls zufrieden. Der Langzeitfunktionär betont: "Die neuen Trainer haben einen guten Umgang mit den Leuten und kommen gut an in der Mannschaft."
Was dem Neo-Trainer bei Westliga Rückkehr imponiert
Das beruht wohl auf Gegenseitigkeit. Denn Kletzl, der zuletzt mit Vöcklamarkt in der OÖ Liga tätig war, schwärmt von seinem neuen Team. "Ich bin richtig angetan von der Mannschaft. Das ist charakterlich eine Toptruppe und ein verschworener Haufen aus fast nur Pongauern. Das taugt mir", sagt der Oberndorfer, der den gemeinsamen Skitag als bestes Beispiel für die spezielle Kultur beim Westliga 13. nennt. "Jeder Spieler wollte unbedingt Ski fahren. Das imponiert mir und kenne ich in dieser Form gar nicht mehr."
Neue Regionalliga wirft Schatten voraus
In den Testspielen hat St. Johann vor allem beim 5:3 Sieg gegen den Ligakonkurrenten Saalfelden überzeugt. "Da waren wir im Gegensatz zu den anderen Spielen komplett. Und da war die Leistung sehr in Ordnung", erklärt Kletzl, der bei seinem neuen Verein eine "gute Startelf" ortet. Viele Ausfälle werde man aber nicht kompensieren können. "Für die neue Regionalliga in der nächsten Saison muss sich der Verein breiter aufstellen. Sonst kann St. Johann gegen die Oberösterreicher nicht bestehen."
Zusammenarbeit über den Sommer hinaus denkbar
Ob Kletzl dann noch bei den Pongauern tätig sein wird, soll sich im Laufe der Frühjahrsmeisterschaft klären. Spätestens im Mai soll es Gespräche über eine Vertragsverlängerung geben. Beide Seiten betonen, dass man sich alles "in Ruhe anschauen" wolle. Während Klingler erklärt, dass er ohnehin nicht gern den Trainer wechsle, signalisiert auch Kletzl Bereitschaft für eine längere Zusammenarbeit. "Ich bin dafür offen", sagt er.
Quelle: ligaportal.at
Foto: sulzi59
