Pongauer proben schon den Aufstand

Regionalliga West
- Bischofshofen kündigt im Fall der Einführung der Regionalliga mit Oberösterreich Rückzug an
- Auch Nachbar St. Johann denkt darüber nach
Themenverfehlung ist das Wort, das Bischofshofen Boss Patrick Reiter zur geplanten Reform der Fußball Regionalligen einfällt. "Der Auftrag der Arbeitsgruppe lautete, dass eine Reform eine demographisch ausgewogene, sportlich nach oben durchlässigere und attraktivere Liga bringen soll", hält er fest. Keinen einzigen Punkt sieht er in den aktuell ausgearbeiteten Vorschlägen erfüllt, über die in zwei Wochen erneut getagt wird. "Es geht um eine nachhaltige und messbare Verbesserung durch ein neues Produkt. Die ist auch mit vier Ligen nicht gegeben", betont er. Der einstige Weltklasse Judoka (52) suchte zuletzt das Gespräch mit vielen involvierten Personen auf Klub- und Verbandsebene. Und will die befürchtete Nordliga mit Salzburg und Oberösterreich bekämpfen, solange es geht. "Denn ich bin überzeugt, dass jeder mit etwas Abstand spürt, dass diese Lösung keine gute ist." Der befürchtete Mehraufwand, insbesondere auch in finanzieller Hinsicht, führt beim Haupt des Pongauer Klubs zu einem klaren Entschluss: "Wir werden in dieser Liga nicht mitspielen." Helfen könnte dabei ein zeitgerecht eingebrachter Antrag auf Rückstufung im Landesverband.
Auch die anderen Südklubs aus Salzburg wären benachteiligt. Dem FC Pinzgau sind aufgrund der mehrjährigen Zulassung für die kostspielige Jugend Regionalliga aber die Hände gebunden.Für St. Johann ist ein Rückzug denkbar. "Es kommt aber darauf an, um wie viele Klassen man zurückgestuft wird", sagt Sepp Klingler, der aber nur die Salzburger Liga als Option für seinen Verein sieht. Alles darunter wäre aus seiner Sicht "eine Katastrophe". Der Klub Tausendsassa wünscht sich eine Lösung mit Bestand. "Wir können nicht alle paar Jahre das Format der Liga ändern."
Quelle: Krone Salzburg