Stier-Sieger Hallein ließen auch die Buhrufe kalt

07.01.2026

"Für mich hatte es eine sehr schiefe Optik", meinte Grünau-Trainer Bernhard Huber-Rieder.

43. Salzburger Stier

  • Tennengauer gewannen zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte den Hallen Klassiker
  • Im Finale bezwangen Huremovic und Co. Seekirchen mit 4:2
  • In der Gruppenphase gab es um den Titelträger viel Aufregung

Der Stier-Sieger 2026 lautet UFC Hallein! Die Salinenstädter bezwangen im Finale des Hallen Klassikers in der Alpenstraße Seekirchen verdient mit 4:2 und holten sich zum ersten Mal in ihrer Klubgeschichte die begehrte Trophäe. Allerdings nicht ohne Nebengeräusche ...

Von vorne: Die letzten zwölf der 36 angetreten Teams kämpften am Dreikönigstag in einer erneut bestens besuchten Halle um den Titel. Und schon in den vier Dreiervorrundengruppen gab es jede Menge Gesprächsstoff. Allen voran in Gruppe D: Dort waren mit Hallein, Grünau und dem SAK drei große Namen vertreten. Im ersten Spiel bezwangen die Tennengauer den Turnierfavoriten aus Wals überraschend deutlich mit 4:0. So war die Truppe von Coach Bernhard Huber-Rieder gegen die Nonntaler unter Zugzwang, löste ihre Aufgabe aber mit einem 4:2 Sieg.


Alles schien auf ein Weiterkommen von Hallein und Grünau hinauszulaufen. Spätestens als die Salinenstädter vier Minuten vor Ende mit 3:0 gegen den Traditionsklub vorne lagen. Doch dann schaltete die Mannschaft von Trainer Lessacher merkbar mehrere Gänge zurück, der SAK drehte die Partie, gewann noch mit 4:3 und die Walser schieden aufgrund der schlechtesten Tordifferenz aus. "Die ganze Halle hat gesehen, was da los war. Für mich hatte es eine sehr schiefe Optik", meinte Grünau-Trainer Bernhard Huber-Rieder. "Der Angeklagte" war sich wenig überraschend keiner Schuld bewusst. "Fußball spielt man nicht nur mit dem Fuß, sondern auch mit dem Kopf. Dass Grünau gegen uns kurz vor Ende noch zwei Gegentore kassiert hat, war einfach dumm und naiv. Wir haben gegen den SAK zum Schluss Kräfte geschont, weil wir wussten, dass wir bis zum nächsten Spiel kaum Pause kriegen", sagte Lessacher.

Huremovic drei Finaltore

Viele Freunde machte man sich mit dem Auftritt nicht. Auch noch im Endspiel gab es immer wieder "Buhrufe" von den Rängen. Fußballerisch war Hallein aber der verdiente Sieger. Nachdem man Grödig im Viertelfinale ausgeschaltet hatte (2:1), ließ man in der Runde der letzten vier Thalgau, das beinahe in der Vorrunde am ersten Tag ausgeschieden wäre, trotzdem Platz drei holte, beim 4:1 keine Chance. Im Finale schlug dann die Stunde von Alem Huremovic, der mit drei Toren die Partie im Alleingang entschied. "Es ist unglaublich. Vor zwei Jahren habe ich mit Golling gewonnen, jetzt mit Hallein. Dieses Turnier ist einfach geil", jubelte der Matchwinner. Seekirchen Coach Lapkalo meinte: "Wir haben im Finale nicht unsere Leistung gebracht."

Quelle: Krone Salzburg
Foto: KKSVG